Glaukom-Therapie mit Laser oder Operation

Einen künstlichen Abfluss im Auge schaffen

Es gibt Patienten, bei denen im Laufe der Jahre die Wirkung der Tropfen nachlässt sowie Patienten, die sich nicht mit Tropfen einstellen lassen oder bei denen der Schaden des Sehnervs bereits sehr weit fortgeschritten ist.

Für diese Patienten besteht die Möglichkeit einer Lasertherapie oder Operation, bei der künstliche Abflusswege im Auge geschaffen werden, um den Augeninnendruck zu regulieren und den Schaden nach Möglichkeit zu begrenzen.

Meistens findet eine Glaukomoperation erst dann Anwendung, wenn andere therapeutische Möglichkeiten aus verschiedenen Gründen nicht mehr ausreichen. Es muss jedoch ausdrücklich betont werden, dass eine Operation des Glaukoms nicht zu einer Verbesserung der Sehschärfe führt.

Lasertherapie

Mit einem Argon-Laser werden ca. 50 – 100 Laserherde in das Trabekelwerk gesetzt. Der Eingriff wird als Lasertrabekuloplastik (LTP) bezeichnet und ist unter lokaler Betäubung in der Regel schmerzfrei.

Die Lasernarben weiten das verhärtete Trabekel-Maschenwerk und verbessern so den Kammerwasserabfluss.

Der Augeninnendruck sinkt. Allerdings häufig nicht dauerhaft, so dass man auf eine medikamentöse Therapie langfristig nicht verzichten kann.

 

Operation

Bei einer Operation wird unter örtlicher Betäubung in der Nähe des Trabekel-Maschenwerks ein kleines Stück der Lederhaut entfernt und die darüber liegende Bindehaut wieder verschlossen. Der Fachbegriff für das Verfahren heißt Trabekulektomie.

Das Kammerwasser kann über die neue Öffnung aus der vorderen Augenkammer nach außen absickern und wird dort entsorgt. Im Idealfall ist durch den Eingriff eine permanente Augendruck-Senkung ohne weitere Medikamenteinnahme möglich.