Glossar

Fachbegriffe erklärt

A  |  B  |  C  |   |   |  F  |  G  |  H  |  I  |  J  |  K  |  L  |  M 
N  |  O  |  P  |  Q  |  R  |  S  |  T  |  U  |  V  | W |  X  |  Y  |  Z
A

Adaption

Anpassung des Auges an wechselnden Leuchtdichteverhältnisse der Umgebung (Helladaption bzw. Dunkeladaption)

Aderhaut

Auch Chorioidea. Ist der größte Abschnitt der mittleren Augenhaut. Sie bildet die Mittelschicht zwischen Lederhaut und Netzhaut in der hinteren Hälfte des Augapfels und versorgt die Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Akkomodation

Scharfeinstellung des Netzhautbildes durch Änderung der Brechkraft (stärkere oder schwächere Wölbung) der Augenlinse

Amblyopie

Schwachsichtigkeit, Fehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, die verschiedene Ursachen haben kann. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden

Amsler-Test

Selbsttest für Makulaerkrankungen; Anhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen (Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten

Anomaloskop

Gerät zur Bestimmung vorwiegend angeborener Farbsinnstörungen (z. B. Rot-Grün-Sehschwäche). Für gutachterliche Farbsehprüfung im Verkehr (Flug, Schiff, Personenbeförderung, LKW) ist das Anomaloskop Standard

Aphakie

Linsenlosigkeit Zustand nach Kataraktoperation mit vollständiger Linsenentfernung ohne Einsetzen einer Kunstlinse (Pseudophakie) oder Zustand nach verletzungsbedingtem vollständigem Linsenverlust

Astigmatismus

Stabsichtigkeit Sie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte, "stabförmige", unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus.

Augenhintergrund

siehe Fundus oculi

Augeninnendruck

Auch Intraokulardruck. Bewirkt eine konstant glatte Wölbung der Hornhautoberfläche, einen gleich bleibenden Abstand zwischen Hornhaut, Linse und Netzhaut des Auges, sowie eine gleichmäßige Ausrichtung der Photorezeptoren auf der Netzhaut. Der normale Augeninnendruck liegt zwischen 12 und 21 mmHg. Für den Augeninnendruck ist das Kammerwasser verantwortlich.

Augenkammern

Mit Kammerwasser gefüllte Hohlräume im vorderen und hinteren Teil des Auges.

 nach oben

B

Bjerrum-Skotom = Bogenskotom

bogenförmiger Gesichtsfeldausfall außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens bei Glaukom

C

Canaliculus lacrimalis

Tränenkanälchen

Chorioidea (auch Choroidea)

Aderhaut, Teil der Uvea, zwischen Lederhaut (Sklera) und Netzhaut (Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich

Chorioretinitis

Oberbegriff für die gemeinsame Erkrankung von Aderhaut (Choriodea) und Netzhaut (Retina).
Im engeren Sinne sind mit der Chorioretinitis entzündliche Erkrankungen gemeint, der Begriff wird teilweise aber auch für Erkrankungen ohne eindeutige entzündliche Ursache verwendet

Conjunctiva

siehe Konjunktiva

Cornea (auch Kornea)

Hornhaut
Die Hornhaut hat wesentlichen Anteil an der Brechkraft des Auges. Sie geht am Rand in die Lederhaut (Sklera) über.

D

Degeneration

Verschlechterung in der Leistungsfähigkeit und im Erscheinungsbild bei Individuen, Organen, Zellverbänden oder Zellen

Deuteranopie

Grünblindheit Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im grünen (mittleren) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums

Diabetische Retinopathie

Netzhauterkrankung aufgrund eines Diabetes mellitus

Dioptrie

Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse
Abkürzung: dpt, 1 dpt = die Brechkraft einer Linse mit einer Brennweite von 1 Meter

Drusen

Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die entweder im retinalen Pigmentepithel (z.B. bei altersabhängiger Makuladegeneration) oder in der Papille (Drusenpapille) auftreten können

Dunkeladaption

Anpassung des Auges an eine dunkle Umgebung

 nach oben

E

Elektroretinogramm (ERG)

Aufzeichnung elektrischer Aktionspotentiale der gesamten Netzhaut

Emmetropie

Normalsichtigkeit

Exkavation

Vertiefung in der Papille die normal oder beim Glaukom krankhaft vergrößert sein kann

F

Fovea (Fovea centralis)

Stelle des schärfsten Sehens; im Zentrum der Makula gelegene Vertiefung, gefäßfreies Netzhautgebiet mit der höchsten Anzahl an Photorezeptoren.

Fundus oculi

Augenhintergrund
Bei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea (Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale (Makula, Netzhautperipherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhautperipherie muss in der Regel die Pupille weitgetropft werden

G

GDX

Gerät, das mittels Laser Polarimetrie den Augenhintergrund abtastet und dabei die Dicke der einzelnen Nervenfasern misst. Anschließend an die Messung vergleicht das Gerät die Dicke der Fasern in der Netzhaut mit der normalen Dicke in gesunden Augen. So können geringe Abweichungen von der Norm festgestellt werden

Gesichtsfeld

Der Bereich, der mit einem Auge ohne Augenbewegungen erfasst werden kann. Die Prüfung des Gesichtsfeldes erfolgt mit der Perimetrie.

Gesichtsfeldausfall

Auch Skotom. Empfindlichkeitsherabsetzung an einer Stelle im Gesichtsfeld, bei der Patienten in manchen Bereichen ihres Gesichtsfeldes schwarz, grau, verwischt oder verzerrt sehen. Diese werden oft gar nicht oder erst spät bemerkt.

Glaukom

"Grüner Star"; zusammenfassende Bezeichnung für alle Augenkrankheiten mit Schädigung des Sehnervs und GesichtsfeldausfällenIm häufigen chronischen Verlauf treten unbemerkt zunehmende Gesichtsfeldausfälle auf, die erst in fortgeschrittene Stadien auffallen.

Glaukomanfall

akutes Engwinkelglaukom
Durch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich.

Glaskörper

Gallertartige, durchsichtige Substanz, die sich zwischen Linse und Netzhaut befindet.

"Grüner Star"

Glaukom. Ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Verlust von Nervenfasern, was am Sehnervenkopf bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf als zunehmende Aushöhlung sichtbar wird. Als Folge entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle und im Extremfall eine Erblindung des Auges. Als wichtigster Risikofaktor wird ein zu hoher Augeninnendruck angesehen.

 nach oben

H

Hornhaut

Auch Cornea. Der glasklare, von Tränenflüssigkeit benetzte, gewölbte vordere Teil der äußeren Augenhaut.

HRT

Steht für "Heidelberg Retina Tomograph" und ist ein computergestütztes optisches System, das den Sehnerv genau vermessen kann.

Hyperopie

Weitsichtigkeit
Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu kurzer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu geringe Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild.

I

Intraokulardruck ( IOD)

Augeninnendruck
Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit (Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.

Intraokularlinse

Kunstlinse, die bei der Katarakt-OP anstelle der trüb gewordenen körpereigenen Linse eingesetzt wird.

Iris

Regenbogenhaut Teil der Uvea (Gefäßhaut), bildet die Pupille und gibt dem Auge die Farbe

Iritis

Entzündung der Regenbogenhaut

Ishihara-Tafeln

Testtafeln zur Erkennung von Farbfehlsichtigkeit

 nach oben

K

Kammerwasser

Klare Körperflüssigkeit, die vom Ziliarkörper im hinteren Augenabschnitt gebildet wird und in den vorderen Augenabschnitt fließt. Dient zur Aufrechterhaltung des Augendrucks.

Kammerwinkel

Winkel zwischen Hornhautrückfläche und Regenbogenhaut. Bei einem engen Kammerwinkel ist das Risiko für einen akuten Glaukomanfall erhöht.

Katarakt

Linsentrübung, "Grauer Star"
Linsentrübungen treten bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter auf. Eine Behandlung ist nur durch eine Operation möglich (Kataraktoperation). In jüngerem Alter treten Linsentrübungen bei Verletzungen, Entzündungen oder in Zusammenhang von Netzhautdystrophien auf.

Katarakt-Operation

Dabei wird die körpereigene Linse entfernt und zum Ausgleich eine Intraokularlinse (Kunstlinse) eingepflanzt

Konjunktiva (auch Conjunctiva)

Bindehaut
Durchsichtige Haut des Auges, die außer im Bereich der Hornhaut die Augenoberfläche bildet und auch die Innenseiten der Lider auskleidet

Keratitis

Entzündung der Hornhaut des Auges

L

Laserkoagulation(Abkürzungen: LK, Lako)

Koagulation (Verdampfung, Gerinnenlassen) von Gewebe durch Laserstrahlen

Lasertrabekuloplastik (LTP)

Laseroperation zur Senkung des Augeninnendrucks, z. B. bei der Therapie des Glaukoms. Durch die Lasernarben im Trabekel-Maschenwerk kann das Kammerwasser besser abfließen.

Lederhaut

Auch Sklera (von griech. skleros "hart") genannt. Sie umschließt den Augapfel fast vollständig und schützt das Auge. Zusammen mit der Hornhaut (Cornea) gehört sie zur äußeren Augenhaut.

Linse

Ein kristallklarer elastischer Körper, der sich sowohl an der Vorderseite als auch an der Hinterseite des Auges befindet und als Sammellinse das durch die Pupille eintretende Licht an der Hinterseite des Auges so bündelt, dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entstehen kann.

 nach oben

M

Macula lutea (auch Makula)

gelber Fleck
Bereich der Netzhaut am hinteren Augenpol mit der höchsten Auflösung. Die Makula ist wichtig z. B. für das Erkennen von Gesichtern, Lesen, Wahrnehmen von Farbe. Im Zentrum der Makula bildet die Fovea die Stelle des schärfsten Sehens.

Makuladegeneration

erworbene Erkrankung der Macula lutea; Symptom: herabgesetzte zentrale Sehschärfe. Am häufigsten ist die altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Miosis

Engstellung der Pupille

Miotika

Medikamente, die eine Engstellung der Pupille bewirken

Mydriasis

Weitstellung der Pupille

Mydriatikum

Medikamente, die eine Weitstellung der Pupille bewirken

Myopie

Kurzsichtigkeit
Missverhältnis zwischen Augapfellänge und Brechkraft: zu langer Augapfel im Vergleich zu normaler Brechkraft oder zu starke Brechkraft bei normal langem Augapfel; der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut: auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild

N

Nervus opticus

Sehnerv
Verbindung zwischen Netzhaut und Gehirn. Der Sehnerv besteht aus ca. 1 Million Nervenfasern.

Netzhaut

Auch Retina (von lateinisch rete "Netz"). Ist eine Schicht von spezialisiertem Nervengewebe an der hinteren Innenseite des Auges. In ihr wird das auftreffende Licht in Nervenimpulse umgewandelt.

Netzhautdystrophie

genetisch bedingte Erkrankung der Netzhaut

Nystagmus

Augenzittern
Entstehung durch verschiedene Ursachen. Ein Nystagmus kann in früher Kindheit ein Zeichen für das Fehlen des zentralen Sehens z. B. bei einer Schädigung der Zapfen oder der Fovea sein. Ein Nystagmus kann sich auch ohne Netzhauterkrankungen entwickeln. Beim Auftreten eines Nystagmus ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig.

 nach oben

O

OCT

Steht für "Optische Kohärenztomografie" und ist eine Untersuchung des Augenhintergrundes bzw. des hinteren Augenabschnitts.

Ophthalmoskop

Augenspiegel
Gerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes

Okklusion

Zeitweiliges Abkleben des besseren Auges, damit das sehschwächere Auge aktiviert und gefordert wird. Durch zu langes Abkleben kann das bessere Auge jedoch geschädigt werden.

P

Papille

Sehnervenkopf, SehnervenscheibeAustrittsstelle des Sehnervs im Augapfel.

Perimeter

ophthalmologisches Gerät zur Prüfung des Gesichtsfeldes. Innerhalb einer Halbkugel werden bei Beobachtung einer zentraler Fixationsmarke verschiedenen Lichtreize angeboten.

Perimetrie

Prüfung des Gesichtsfeldes mit Hilfe des Perimeters. Geprüft werden die Außengrenzen und/oder die Lichtempfindlichkeit an bestimmten Netzhautstellen.

Photophobie

Lichtempfindlichkeit, Blendungsempfindlichkeit.

Photorezeptoren

Lichtempfindliche Sinneszellen der Netzhaut
Unterschieden werden Stäbchen und drei Typen von Zapfen, die unterschiedliche Photopigmente für die Farbwahrnehmung enthalten

Pigmentepithel, retinales (RPE, PE)

Netzhautschicht, die der Photorezeptorenschicht benachbart ist. Sie hat vielfältige Aufgaben, darunter die Versorgung der Photorezeptoren mit Nährstoffen sowie den im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung der Photorezeptoraußensegmente notwendigen Abbau von Teilen dieser Photorezeptoraußensegmente.

Presbyopie

Altersweitsichtigkeit
Durch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen (Akkomodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich

Protanopie

Rotblindheit
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im roten (langwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums

Pseudophakie

Zustand der Linse nach Katarakt-Operation mit Kunstlinseneinpflanzung

Pupille

Zentrale Öffnung der Regenbogenhaut Lichteintrittsöffnung zum Augenhintergrund

 nach oben

R

Regenbogenhaut:

Auch Iris. Ist eine durch Pigmente gefärbte Blende des Auges. Sie reguliert den Lichteinfall in das Auge. Ihre Weite wird unwillkürlich durch die Kontraktion von Muskeln geregelt.

Refraktion

Brechung(szustand) des Auges

Refraktionsbestimmung

Bestimmung der Werte für die Korrektur eines Brechungsfehlers des Auges

Retina

Netzhaut
In der Netzhaut erfolgt die Lichtwahrnehmung in den Photorezeptoren. Eine differenzierte Weiterverarbeitung der Information erfolgt in anderen Nervenzellen der Netzhaut, bevor die Information über den Nervus opticus zum Gehirn weitergeleitet wird. Die Netzhaut des Menschen hat bis zu 300 Millionen lichtempfindliche Zellen.

Retinitis pigmentosa

Fortschreitende, meist mit Pigmentablagerungen einhergehende Netzhautdystrophie; Symptome: Nachtblindheit, fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe

Retinopathie

Erkrankung der Netzhaut
Der Begriff Retinopathie wird manchmal alternativ zu Retinitis gebraucht.

 nach oben

S

Schlemm Kanal, Schlemm’scher Kanal

Regelt unter anderem den Augeninnendruck. Es handelt sich dabei um eine ringförmig verlaufende Vene, durch die das Kammerwasser abfließt. Er liegt im Bereich, in dem Hornhaut und Iris zusammenkommen (sog. Kammerwinkel)

Sehnerv

Ist der zweite Hirnnerv und der erste Abschnitt der Sehbahn. Er enthält etwa eine Million Nervenfasern. Der Sehnerv leitet die Sehinformation von der Netzhaut an das Gehirn weiter. Erkrankungen der Sehnerven führen häufig zu Gesichtsfeldausfällen des betroffenen Auges.

Sehnervenkopf

Auch Papille. Ist die Austrittsstelle des Sehnervs im Augapfel.

Sekundärglaukom

Erhöhung des Augeninnendrucks in Folge von anderen Augenerkrankungen, z.B. diabetischer Retinopathie, Zentralvenenverschluss, Uveitis

Sicca-Syndrom

Trockenes Auge
Veränderungen des Tränenfilms führen zu Störungen der Benetzung der Augenoberfläche, die sich mit Jucken, Fremdkörpergefühl, aber auch überschießendem Tränen bemerkbar machen können.

Sjögren-Syndrom

Autoimmunerkrankung von Tränendrüse und Speicheldrüse mit Xerostomie (trockener Mund); oft in Verbindung mit rheumatischen Erkrankungen

Sklera

Lederhaut
äußere Augenhülle, von außen an der weißen Färbung erkennbar, geht nach vorne direkt über in die Hornhaut

Skotom

Gesichtfeldausfall

Spaltlampe

Gerät zur mikroskopischen Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges unter Verwendung eines variablen Lichtspalts zur Beleuchtung. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut untersucht werden. In der Regel erfolgt die Augeninnendruckmessung ebenfalls an der Spaltlampe

Spaltlampenmikroskopie

Mikroskopische Untersuchung der vorderen Abschnitte des Auges mit der Spaltlampe. Mit speziellen Lupen kann an der Spaltlampe auch die Netzhaut mikroskopisch untersucht werden.

Stäbchen

Typ der Photorezeptoren, der für das Dämmerungssehen und das äußere Gesichtsfeld entscheidend ist.

Strabismus

Fehlstellung der Augen (Schielen)
Ein Schielen erfordert insbesondere beim Kind eine rasche augenärztliche Untersuchung, weil schwere Augenerkrankungen die Ursache sein können, die eine Behandlung erfordern. Außerdem besteht beim kindlichen Schielen die Gefahr, dass sich die Sehschärfe auf dem schielenden Auge nicht entwickelt und lebenslang eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) verbleibt.

 nach oben

T

Tonometrie

Fachausdruck für die Messung des Augeninnendrucks

Trabekel-Maschenwerk

siebartiges Geflecht im Kammerwinkel, durch das das Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer in den Schlemm-Kanal abfließt

Trabekulektomie

Operativer Eingriff bei der Glaukom-Therapie zur Senkung des Augeninnendrucks. Das Kammerwasser kann über eine chirurgische Öffnung in der Lederhaut nach außen abfließen.

Tritanopie

Blaublindheit
Vollständiges Fehlen der Empfindlichkeit im blauen (kurzwelligen) Bereich des sichtbaren Lichtspektrums

U

Uvea

Gefäßhaut des Auges
Dazu gehören die Iris (Regenbogenhaut), der Corpus ciliare (Ziliarkörper) und die Choroidea (Aderhaut)

Uveitis

Entzündung der Gefäßhaut (Uvea) des Auges. Diese kann alle oder nur einzelne Bereiche der Uvea betreffen (z.B. Iritis = Regenbogenhautentzündung; posteriore Uveitis = Aderhautentzündung)

V

Visus

Sehschärfe
Bezeichnung für die Sehfunktion in der Stelle des schärfsten Sehens. Unterschieden werden die Sehschärfe für die Ferne (Fernvisus) und die Nähe (Nahvisus, Lesevisus)

Vitrektomie

operative Entfernung des Glaskörpers

Z

Zapfen

Typ der Photorezeptoren, der für die Sehschärfe, das Tagessehen und die Farbwahrnehmung entscheidend ist. Es gibt drei Zapfentypen: Rot-, grün- und blauempfindliche Zapfen als Basis der Farbunterscheidung. Die Grundlage der Sehschärfe ist die hohe Dichte der Zapfen in der Fovea im Zentrum der Makula. Daher betrifft eine Makulaerkrankung fast immer die Sehschärfe und das Farbensehen

Zentralskotom

Gesichtsfeldausfall unter Einbeziehung der Stelle des schärfsten Sehens. Beim absoluten Zentralskotom besteht ein vollständiger Ausfall. Beim relativen Zentralskotom ist die Lichtempfindlichkeit herabgesetzt, so dass nur sehr helle Lichtreize noch erkannt werden.

Ziliarkörper

Strahlenkörper; Corpus ciliarisTeil der Uvea (Gefäßhaut). Der Ziliarkörper liegt hinter der Regenbogenhaut (Iris). Er ist für die Sekretion des Kammerwassers verantwortlich

Zonulafasern

Elastische Fasern, an denen die Linse aufgehängt ist.

 nach oben